ABC-Zug

Der Transport von gefährlichen Gütern ist in einer industrialisierten und arbeitsteilig organisierten Wirtschaft unvermeidlich. Im Jahr werden etwa 395 Millionen Tonnen Gefahrgut auf Straßen/Schienen oder dem Wasserweg durch Deutschland transportiert, dies birgt trotz aller Sicherheitsmaßnahmen auch ein hohes Gefärdungspotential.

Um auf solche Einsätze mit Umweltgefährlichen Stoffen vorbereitet zu sein, wurde bereist im Jahr 1981 einer der ersten  Gerätewagen-Gefahrgut in Teningen stationiert und somit der ABC-Zug gegründet. Das Fahrzeug wurde im Jahr 2015 durch den Landkreis und die Gemeinde - Ersatzbeschafft. Die Mitglieder stammen alle aus der Gesamtwehr Teningen, welche zusätzlich zu Ihrem normalen Feuerwehrdienst noch Arbeit im Bereich des ABC leisten. Alle Mitglieder des ABC-Zuges Teningen absolvieren deshalb einen zweiwöchigen Lehrgang an der Landesfeuerwehrschule in Bruchsal.

Zusammen mit den Einheiten der Feuerwehren Emmendingen, Kenzingen und Waldkirch, bildet er die Gefahrenabwehr-Komponente des Landkreises Emmendingen. Seit 2009 sind die ABC-Züge aus Teningen und Kenzingen zusätzlich für den Ersteinsatz bei Gefahrguteinsätzen im Europa-Park zuständig. Um auf die Einsätze gut vorbereitet zu sein, finden regelmäßige Proben aller ABC-Züge, sowie Proben in den einzelnen Feuerwehren statt. Bis sich die ca. 30 Mitglieder an dem in Teningen stationierten Gerätewagen-Gefahrgut mit seinen über 350 Einzelteilen vollständig auskennen, vergehen noch einmal rund vier Jahre Ausbildungsdienst.

Fachlich beraten wird der ABC-Zug von Herrn & Frau Dr. Swarowsky. Beide sind promovierte Chemiker und unterstützen mit ihrem Wissen unsere Arbeit seit 1992.

Mit der Ersatzbeschaffung des Gerätewagen-Gefahrgut im Jahr 2015, wurde der ABC-Zug in die Abteilung Teningen integriert. So soll eine breitere Streuung des Fachwissens erreicht und das Thema Bestandteil der Aus- & Fortbildung werden. 

 

Bilder von Übungen des Gefahrgutzuges

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News des Gefahrgutzuges


 

Realitätsnahes üben in Teningen / ABC- Workshop der Feuerwehren

2015 05 12 PM ABC Workshop Bild1Vergangen Samstag fand auf Einladung der Freiwilligen Feuerwehren Teningen und Kenzingen ein Workshop der vier ABC-Züge im Landkreis statt. Zu den ABC-Zügen des Landkreises gehören neben den beiden ausrichtenden Wehren die Feuerwehren Emmendingen und Waldkirch. Diese vier Abteilungen haben neben der üblichen Feuerwehrtechnik spezielle Fahrzeuge, Ausstattungen und Ausbildungen zur Abwehr von Gefahren Atomare, Chemischer und Biologischer Art (ABC).

Ziel des Übungstages war es, die besonderen Aufgaben, welche im ABC-Einsatz gefordert sein können realitätsnah zu proben und auch die Zusammenarbeit der vier Wehren untereinander weiter zu verbessern. An vier Stationen konnten die Kameraden die Praxis üben. Eine Station befasste sich mit der Abdichtung und dem Auffang von austretenden Flüssigkeiten an einem „leckgeschlagenen“ Kesselwagen, der normalerweise als Übungsanlage der Berufsfeuerwehr Freiburg dient.

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Gefahrgut-Unfall auf Firmengelände

Mit Zinken eines Staplers Loch in ein stehendes Fass gestoßen - Sofort Halle geräumt - Zwei Personen vorsorglich im Krankenhaus

DSCN0484-800Polizei, DRK und Feuerwehr wurden am heutigen Vormittag, kurz nach 8.45 Uhr, zu einer Speditionsfirma in die Gottlieb-Daimler-Straße im Industriegebiet "Rohrlache" gerufen. Dort hatte der Fahrer eines Gabelstaplers beim Verladen einer Palette mit einem Zinken seines Staplers ein Loch in ein stehendes Fass gestoßen. In dem Fass befand sich gekennzeichnetes Gefahrgut. Durch die Öffnung verdampfte nach dem Vorfall ein ätzender Stoff.

Ein Verantwortlicher vor Ort reagierte schnell und ließ die Halle sofort räumen. Zusätzlich wurden unverzüglich die Rettungs- und Hilfsdienste informiert. Sehr schnell waren die Freiwillige Feuerwehr Teningen mit einem ABC-Fachberater, das DRK und die Polizei vor Ort. Letztere sperrte den Unfallort ab.

Die Gefahrgut-Substanz verdampfte teilweise, die Reste der ausgelaufenen Flüssigkeit wurden mit einem Bindemittel aufgenommen. Zwei vor Ort beschäftigte Personen wurden vorsorglich zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht.

Eine Gefahr für die umliegenden Anwohner und Betriebe bestand aufgrund der Distanz und der Absperrmaßnahmen zu keinem Zeitpunkt. Die weiteren polizeilichen Ermittlungen zum Unfallhergang und zu Verantwortlichkeiten sind noch im Gange. >> zum Einsatzbericht <<

Quelle: Presseinfo des Polizeipräsidium Freiburg vom 17.7.14, 14.03 Uhr

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