HomeOrganisationFeuerwehr TeningenHauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Emmendingen in Köndringen

Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Emmendingen in Köndringen

Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe für Kreisbrandmeister-Stellvertreter Karl Weiß - 1.714 aktive Feuerwehrmänner und -Frauen bei den Feuerwehren im Landkreis - Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Emmendingen in Köndringen.

Landesbranddirektor Karsten Homrighausen

Voll besetzt war am Abend die Köndringer Winzerhalle bei der Hauptversammlung der Kreisfeuerwehrverbands Emmendingen. In seinem Jahresbericht verzeichnete Kreisfeuerwehrverband-Vorsitzender und Kreisbrandmeister Jörg Berger 1.714 aktive Feuerwehrmänner und -Frauen bei den Feuerwehren im Landkreis. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies einen Anstieg von 24 Aktiven.

Mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe des Landes Baden-Württemberg wurde Kreisbrandmeister-Stellvertreter Karl Weiß (Stadtbrandmeister Kenzingen) geehrt. Die Verdienstmedaille überreichte Landesbranddirektor Karsten Homrighausen.

Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker, Landrat Hanno Hurth, Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner und Bezirksbrandmeister Adrian Wibel sprachen Grußworte. In ihrer Funktion als Vertreterin der Städte und Gemeinden leitete die Kreisvorsitzende der Bürgermeister Hannelore Reinbold-Mench (Freiamt) die Entlastung des Gesamtvorstandes. Diese wurde einstimmig erteilt.

Den Veranstaltungs-Auftakt machte der Spielmanns- und Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Teningen Abteilung Köndringen. Begleitet von zwei Dudelsack-Spielern gab es eine gelungene musikalische Einleitung.

Kreisfeuerwehrverband-Vorsitzender und Kreisbrandmeister Jörg Berger begrüßte die Gäste und die Vertreter der Feuerwehren des Landkreises (darunter den Abteilungskommandanten der Teninger Feuerwehr Lars Stukenbrock). Einen feierlichen Moment bildete die Totenehrung, in der den verstorbenen Feuerwehr-Mitgliedern des Landkreises gedacht wurde. Schweigend erhoben sich die Anwesenden.

Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker konstatierte, dass der Kreisfeuerwehrverband mit Teningen den richtigen Standort für die Versammlung gewählt habe – die Gemeinde habe kulturell einiges zu bieten. Darüber hinaus genieße die Feuerwehr in Teningen einen sehr hohen Stellenwert: „Wir sind ein Ort, der seinen Beitrag leisten darf, aber auch Hilfe bekommt“, unterstrich er im Hinblick auf das Hochwasser im vergangenen Jahr und die aktuelle Autobahn-Sanierung. „Feuerwehr-Kameradschaft endet nicht an der Gemarkungsgrenze“, so der Bürgermeister in Bezug auf die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren im Landkreis. Er richtete im Namen aller Bürgermeister des Landkreises Dank für die geleistete Arbeit aus und schloss mit den besten Wünschen für die Zukunft.

Nach einem weiteren Musikstück folgten die Jahresberichte. Kreisfeuerwehrverband-Vorsitzender und Kreisbrandmeister Jörg Berger freute sich über den Anstieg der aktiven Feuerwehrkameraden, insbesondere über die Zunahme der weiblichen Aktiven um 16 Prozent auf nun insgesamt 60. Die Zahl der Einsätze sei im vergangenen Jahr auf fast 2.000 gestiegen (2015 1.456 Einsätze, 2016 1.992 Einsätze). Dies habe seine Ursache in der Rekordzahl der Niederschläge, berichtete Berger. Er erinnerte an die Hochwasser in Waldkirch und Köndringen. Zu 250 Bränden sei die Feuerwehr 2016 im Landkreis gerufen worden, darunter befanden sich 17 Großbrände. Hierbei konnten 116 Personen gerettet werden, zwölf Personen mussten tot geborgen werden. Auf einer Leinwand vor der Bühne präsentierte Berger eine Bildergalerie mit Aufnahmen von Einsätzen im vergangenen Jahr.

Eine Warnung sprach Berger in Bezug auf die sozialen Medien und den Umgang der Bevölkerung mit der Feuerwehr aus. Er konstatierte hierbei eine zunehmende Respektlosigkeit gegenüber den Helfern aller Hilfsorganisationen.

Lobende Worte richtete der Kreisbrandmeister an die Kreisausbilder. Insgesamt 40 Ausbilder hätten 2016 314 Lehrgangsteilnehmer im Landkreis ausgebildet. Gerade mit Blick auf die Zukunft unterstrich Berger die Wichtigkeit des Nachwuchses. Von der Politik wünschte sich der Kreisbrandmeister eine Wertschätzung der Feuerwehr, um auch in den kommenden Jahren den Dienst auf freiwilliger Basis gewährleisten zu können. Berger dankte dem Personal der Integrierten Leitstelle Emmendingen, den Mitarbeitern des Rettungsdienstes und den DRK-Ortsvereinen sowie den Polizeibeamten des Landkreises. Mit einem Blick in die Zukunft schloss Berger seinen Bericht ab. Hierbei erinnerte er augenzwinkernd an die Neuwahl des Kreisfeuerwehrverband-Vorsitzenden im nächsten Jahr und die Neubestimmung des Kreisbrandmeisters am 1. November.

Im seinem Jahresbericht der Kreisjugendfeuerwehr blickte Kreisjugendwart Michael Köpfer auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres zurück. Er berichtete von Leistungs-Wettbewerben in Waldkirch, dem Hallenfussballturnier in Reute, dem Herbstseminar in Riegel, dem Jubiläum „40 Jahre Kreisjugendfeuerwehr Emmendingen“ und der Führungssitzung in Schwäbisch-Hall. Die Kreisjugendfeuerwehr zählte zum Abschluss des Jahres 2016 453 Jugendliche, die von 104 Jugendbetreuern ausgebildet werden.

Engelbert Kläger (Obmann der Seniorenabteilungen) berichtete von der letzten Besprechung der Seniorenobmänner am 26. Oktober in Malterdingen und dem 37. Seniorennachmittag in Rheinhausen. Zum Abschluss des Jahres 2016 zählten die Seniorenabteilungen 629 Angehörige im Dienst, das bedeutet einen Anstieg um 72 Angehörige. Kläger freute sich auf ein Wiedersehen am 18. November beim 38. Seniorennachmittag in der Endinger Stadthalle.

Von insgesamt 51 Auftritten der Musikzüge im Kreisfeuerwehrverband berichtete Kreisstabführer Nico Zimmermann. Insgesamt musizieren 48 weibliche und 31 männliche Mitglieder in den beiden Hauptorchestern des Landkreises.

Einen Kassenstand von 2.039,77 Euro (2016: 1.124,93 Euro) konnte Rechner Patrick Wolf konstatieren. Kassenprüfer Harald Nübling (Freiwillige Feuerwehr Denzlingen) bescheinigte eine einwandfreie Kassenführung und eine Vollständigkeit der Unterlagen.

Für den Einsatz an Leib und Leben dankte Hannelore Reinbold-Mench (Bürgermeisterin Freiamt) den Feuerwehrleuten: „Sie sorgen für die Sicherheit in unseren Gemeinden!“. Um 21.20 Uhr konnte sie in ihrer Funktion als Vertreterin der Städte und Gemeinden als Kreisvorsitzende der Bürgermeister die einstimmige Entlastung des Gesamtvorstandes feststellen.

Landesbranddirektor Karsten Homrighausen dankte für die geleistete Arbeit der Feuerwehren im Landkreis: „Der Wertekompass wird hier durch Sie deutlich aufgezeigt!“. Mit der höchsten Ehrung des Landes Baden-Württemberg, dem Feuerwehr-Ehrenzeichen der Sonderstufe, zeichnete er Kreisbrandmeister-Stellvertreter Karl Weiß aus. Weiß habe alle Feuerwehr-Lehrgänge absolviert, sei 1995 zum Kommandanten der Feuerwehr Kenzingen und 2012 zum stellvertretenden Kreisbrandmeister berufen worden, berichtete Homrighausen. Frei nach dem Motto „Fördern, fordern, vorleben“ gebe Weiß dem Ehrenamt ein Gesicht, so der Landesbranddirektor. Kreisfeuerwehrverband-Vorsitzender und Kreisbrandmeister Berger sprach ebenfalls seinen Dank an Weiß aus und überreichte dessen Frau Veronika einen Blumenstrauß.

Den Dank des Kreistages überbrachte Landrat Hanno Hurth. „Heute Abend ist wieder deutlich geworden, wie leistungsfähig die Feuerwehr ist“, unterstrich der Landrat. Bemerkenswert sei der Anstieg der Mitgliederzahlen, obwohl es sich um ein Ehrenamt handele, führte Hurth aus. Er bescheinigte eine hervorragende Zusammenarbeit der Rettungsdienste im Landkreis: „Die Bürger des Landkreises Emmendingen können sich auf ihre Feuerwehr verlassen“. Nach der Wiederbestellung als Kreisbrandmeister-Stellvertreter am Montag überreichte Hurth die Bestellungs-Urkunden an Engelbert Kläger und Karl Weiß. Den Dank im Namen aller Abgeordneten des Landkreises überbrachte SPD-Bundestagsabgeordneter Johannes Fechner. Er betonte die Wertschätzung, die die Feuerwehr vonseiten der Politik genieße. Diese beschäftige sich eingehend mit den Belangen der Feuerwehr, sagte Fechner im Hinblick auf den neuen Gesetzes-Beschluss, nach dem jeder dazu verpflichtet sei, eine Rettungsgasse zu bilden.

„Im schönsten Bezirk des ganzen Landes“ wähnte sich der neue Bezirksbrandmeister Adrian Wibel. Der aus dem Schwäbischen stammende Bezirksbrandmeister erläuterte die Anforderungen bei der Beschaffung von Feuerwehrfahrzeugen. Er dankte den Politikvertretern für die getätigten Investitionen in die Feuerwehren des Landkreises. Einen besonderen Dank richtete Wibel an die Familien der Feuerwehrleute. „Ich habe mit allem gerechnet, aber mit dem nicht“, bedankte sich zum Abschluss der Hauptversammlung Kreisbrandmeister-Stellvertreter Karl Weiß für seine erhaltene Auszeichnung. Er dankte insbesondere den jungen Gruppenführern für ihr Engagement. In Erinnerung an seinen im Jahr 2007 tödlich verunglückten Sohn berichtete er, dass er in dieser schweren Zeit echte Kameradschaft vonseiten der Feuerwehr-Mitglieder kennengelernt habe. In der Hoffnung auf einen kompetenten Nachfolger Bergers im nächsten Jahr im Amt des Kreisfeuerwehrverband-Vorsitzenden und des Kreisbrandmeisters überreichte Weiß im Namen aller Feuerwehr-Kameraden einen Gutschein und einen Blumenstrauß für die Gattin Jörg Bergers.

Um 22 Uhr wurde die Hauptversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes von Kreisfeuerwehrverband-Vorsitzender und Kreisbrandmeister Jörg Berger für geschlossen erklärt.

Unter den Anwesenden waren:

  • Alexander Schoch (Grünen-Landtagsabgeordneter)
  • Marion Gentges (CDU-Landtagsabgeordnete)
  • Marcel Baumann (Bürgermeister-Kandidat für Teningen)
  • Hermann Jäger (ehemaliger Bürgermeister Teningen)

Quelle: RegioTrends

Cookies

NOTE! This site uses cookies and similar technologies.

If you not change browser settings, you agree to it.

I understand
Zum Seitenanfang