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"Es muss alles klappen"

Bei brütender Hitze kämpfen sich 24 Teams in voller Schutzkleidung zu bronzenen, silbernen und goldenen Leistungsabzeichen. 

BZ 26.07.2017ENDINGEN. Wind! Ein kleiner Windhauch – er bringt keine Abkühlung an diesem drückend heißen Samstag, aber er trocknet für wenige Sekunden den schweißnassen Nacken und die Stirn der 270 Feuerwehrmänner und -frauen, die seit dem frühen Morgen im Neubaugebiet "Kenzinger Pfad" in Endingen bei der alljährlichen Leistungsübung um Gold, Silber und Bronze kämpfen. Mit Erfolg: 24 der 29 Teams erreichen ihr Ziel. Die fünf Mannschaften, bei denen es nicht ganz gereicht hat, wiederholen am Montagabend ihre Prüfung.

Die Sonne brennt seit dem frühen Samstagmorgen vom Himmel. Seit fünf Uhr sind Kreisbrandmeister Jörg Berger und sein Stellvertreter Engelbert Kläger auf den Beinen, denn es gibt einiges vorzubereiten. Noch sind die Temperaturen erträglich, doch jeder ahnt, wie es am Nachmittag sein wird. Die Übungsstrecken werden zum letzten Mal kontrolliert, die Gerüste sind aufgebaut, auch das Zelt steht, in dem Berger und Kläger, an diesem Tag Schiedsrichter-Obmänner, die notwendigen Formalitäten erledigen.

Punkt sechs Uhr geht die erste Mannschaft an den Start: Endingen I tritt um Bronze an. Die Feuerwehrmänner müssen einen reinen Löschangriff zeigen, das Gerüst ist so hoch wie ein zweigeschossiges Gebäude, Löschwasser wird aus dem Hydranten entnommen. Die jungen Feuerwehrmänner erledigen ihre Aufgaben unter den gestrengen Augen der Schiedsrichter. Deren Augen entgeht nichts, sie kontrollieren und bewerten den ganzen Tag über die Arbeit der Feuerwehrmänner und -frauen. "So einfach ist das alles nicht", sagt Kreisbrandmeister Jörg Berger zu den gestellten Aufgaben. "Es muss alles klappen, sonst klappt es auch beim Einsatz nicht und das geht einfach nicht", sagt auch Engelbert Kläger.

Die Feuerwehrleute rennen in voller Ausrüstung hin und her, klettern Gerüste rauf und runter, rollen Schläuche auf .... Inzwischen ist es nicht mehr warm, sondern heiß und schwül. Im Zelt von Berger und Kläger steht die Luft, die Hitze hat sich wie ein heißes Tuch über das Neubaugebiet gelegt.

Nach und nach kommen Zuschauer. Viele Kinder stehen am Straßenrand, fasziniert von dem, was bei den Übungen zu sehen ist. Es ist noch nicht einmal Mittag und schon sind unzählige Sprudelkisten leer. Die Sonne brennt weiter vom Himmel.

Um 12 Uhr ist Pause: Etwas essen, vor allem trinken, entspannen. Rund 300 Frauen und Männer müssen versorgt werden, alle sitzen unter Sonnenschirmen, lachen, scherzen, schwitzen, manche sehen etwas geschafft aus. Angetreten sind 29 Wettkampfgruppen, 24 aus dem Landkreis Emmendingen, zwei aus Freiburg, zwei aus Ettenheim und eine Gruppe aus Vogtsburg. Die Teams, die um Silber kämpfen, müssen die gleichen Aufgaben wie für Bronze absolvieren, allerdings müssen sie beim Löschangriff das Wasser nicht aus dem Hydranten entnehmen, sondern das Wasser aus einer offenen Wasserstelle pumpen. Außerdem müssen sie die Rettung eines Unfallopfers zeigen. Für die Auszeichnung in Gold müssen die Teams einen Löschangriff mit Wasser aus dem Hydranten, einen Schaumangriff zeigen, ein Unfallopfer retten und außerdem eine schriftliche Prüfung absolvieren.

Bei der Übergabe der Urkunden ist die Stimmung dann gelöst

Zwischenzeitlich ist es brütend heiß geworden. Die Feuerwehrmänner und -frauen samt den Schiedsrichtern schwitzen ohne Ende, die Straßenränder sind am Nachmittag leerer geworden. "Noch einmal schwitzen", sagt ein Feuerwehrmann, dessen Team gleich an der Reihe ist, und setzt seinen Helm auf. Die Kommandanten und ihre Betreuer achten auf ihre Leute, bringen Wasserflaschen, halten alle zum Trinken an.

Am späten Nachmittag haben alle Teams ihre Aufgaben absolviert. Die Kreisbrandmeister geben die Ergebnisse bekannt, händigen die Urkunden und Leistungsabzeichen aus, sprechen Lob für die gezeigten Leistungen und Dank an die Helfer aus. Alle freuen sich, dass die Leistungswettkämpfe vorbei sind, die Stimmung ist gelöst und alle, die an diesem Samstag ihr Können unter Beweis gestellt haben, werden vermutlich mit einem beruhigenden Gefühl nach Haus gegangen sein: Mit dem Gefühl, im Einsatz perfekt arbeiten zu können.

Die Ergebnisse

  • Gold: Winden, Freiamt I, Freiamt II, Freiamt III, Waldkirch Suggental I, Waldkirch Suggental II, Teningen-Köndringen.
  • Silber: Kenzingen I, Kenzingen II, Bahlingen I, Bahlingen II, Vörstetten.
  • Bronze: Endingen I, Denzlingen, Endingen II, Ettenheim II, Waldkirch II, Emmendingen I, Emmendingen II, Malterdingen II, Freiburg I, Freiburg II, Gutach I, Gutach II.

Mehr Fotos von den Leistungswettkämpfen in Endingen gibt es unter http://mehr.bz/ffwwett17

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