Letzte Einsätze

20.10.2018 um 23:56 Uhr Fehlalarm durch Grillfeuer
11.10.2018 um 13:52 Uhr Unterstützung - Rettungsdienst

Transport von Mannschaft und Gerät

Feuerwehrabteilung Köndringen erhielt nun offiziell einen neuen Mannschafts-Transporter.

TENINGEN-KÖNDRINGEN. Im Rahmen des Herbstfests der Feuerwehr Teningen - Abteilung Köndringen wurden Abteilungskommandant Claus Huber von Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker die Schlüssel zum neuen Mannschaftstransportwagen überreicht. Seine erste Generalprobe hatte das Fahrzeug allerdings schon beim Großbrand in Teningen.

Kommandant Lars Stukenbrock verglich das flexibel einsetzbare Fahrzeug mit einem Schweizer Taschenmesser. Mit dem Fahrer können bis zu acht Menschen transportiert werden. Außerdem kann es auch als örtliche Führungsstelle eingesetzt werden. Sein flexibler Aufbau lässt es auch als reinen Transporter zu. So kann es auch dem Spielmanns- und Musikzug dienen. Als Personentransporter soll das Fahrzeug auch im Bereich der Jugendarbeit genutzt werden. Denn mit ihm kommt die Jugendfeuerwehr zur zentralen Ausbildung nach Teningen. Die Anschaffungskosten betrugen 62 500 Euro, dank Kreisbrandmeister Jörg Berger gab es einen Landeszuschuss in Höhe von 12 000 Euro. Das ausgemusterte Fahrzeug hatte 28 Jahre seinen Dienst getan.

Ein besonderes Lob gab es für die gute Zusammenarbeit bei der Beschaffung. "Ich freue mich, auch sagen zu können, dass dies nicht das Ende sein wird. Ergänzend zu diesem Fahrzeug wird die Abteilung Köndringen noch einen Logistik-Anhänger bekommen und für das 2017 ausgemusterte Löschfahrzeug soll 2019 ebenfalls ein neues Löschfahrzeug beschafft werden," sagte Stukenbrock.

Bürgermeister Hagenacker wies darauf hin, dass zwar ein neues Feuerwehrfahrzeug immer etwas Besonderes ist, fügte aber hinzu, dass es bereits das neunte neue Fahrzeug im Verlauf seiner Amtszeit sei: "Das zeigt, dass wir in die Feuerwehr und in deren Ausrüstung investieren. Das zeigt aber auch, dass wir alles tun, um auch hier den Investitionsstau zu beseitigen. Wie wichtig dies ist, hat sich erst jüngst bei einem Großbrand in Teningen gezeigt. Im Bedarfsfall muss die Feuerwehr mit perfekter Gerätschaft und bestens ausgebildeten Feuerwehren in den Ortsteilen rechnen können."

Nico Zimmermann, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, nannte die Investitionen in die Freiwilligen Feuerwehren als eine fundamentale Säule zur Sicherheit der Bürger. Pfarrer Andreas Ströbele verwies bei der Segnung darauf, dass man auf schnelle, zuverlässige Hilfe hoffe.

Größter Brand seit 1958

In Teningen standen vier Häuser in Flammen / Ursache noch unklar/ Hilfsbereite Nachbarn.

TENINGEN. Die Feuersäule war weithin zu sehen. Ein Großbrand an der Kirchstraße/Ecke Riegeler Straße hielt die Einsatzkräfte der Teninger, Emmendinger und Endinger Feuerwehr am Freitagabend nach 21 Uhr bis in die Morgenstunden in Atem. Es entstand ein immenser Schaden von mehreren 100000 Euro. Zwei Feuerwehrleute wurden durch herunterfallende Ziegel leicht verletzt. Es war der größte Brand in Teningen seit dem Brand bei Tscheulin 1958.

Bereits nach sechs Minuten war das erste Fahrzeug und eine Minute später das erste Löschfahrzeug an der Einsatzstelle. Angesichts des Brandausmaßes war der Einsatzleitung sofort klar, alle verfügbaren Einsatzkräfte nachzualarmieren, sowie Emmendingen und Endingen zur Unterstützung anzufordern. Insgesamt waren 138 Feuerwehrleute, 25 DRK-Sanitäter und das Technische Hilfswerk mit neun Personen im Einsatz. Die Feuerwehr konzentrierte ihre Löscharbeiten auf die Schadensbegrenzung der betroffenen Wohnhäuser, die bei Eintreffen der Feuerwehr bereits völlig in Flammen stehende Schreinereigebäude an der Ecke der Kirchstraße/Riegeler Straße konnte nicht mehr gerettet werden. Ein Giebel wurde wegen extremer Einbruchgefahr mit einem Bagger abgerissen.

Die Brandursache ist noch offen, die Polizei setzt einen Sachverständigen ein. Zeugen berichteten von einer Stichflamme und einem lauten Knall, wonach sich auch auf Grund der engen Bebauung der Brand massiv auf drei weitere Anwesen ausbreitete. Es gelang den Feuerwehren, den Brand auf die Gebäude zu beschränken, die beim Eintreffen der Wehr schon brannten. Weitere Nachbargebäude konnten ohne größere Schäden gehalten werden.

Wenn es brennt im engen Dorfkern

Die Teninger Gesamtwehr hat für ihre Hauptübung ein schwieriges Objekt gewählt – das Heimbacher Schloss.

TENINGEN-HEIMBACH. Die Feuerwehrleute hatten sich zur diesjährigen Hauptübung am Samstag mit dem Heimbacher Schloss kein leichtes Szenario herausgesucht: Eine Hofzufahrt, die schon für mittelgroße Löschfahrzeuge ein unüberwindbares Hindernis darstellt, und eine schwierig zu gestaltende Löschwasserversorgung waren nur einige der Herausforderungen.

Um so mehr erschien es sinnvoll, an diesem Objekt einmal gemeinsam mit allen Abteilungswehren zu üben. Hier waren alle Fähigkeiten gefordert, die im Notfall gebraucht werden – denn speziell in Heimbach gibt es durch die enge, oft historische Bebauung gleich mehrere ähnliche Gebäude dieser Art.

Übungsannahme war, dass – verursacht durch Renovierungsarbeiten – ein Brand im Gästehaus ausgebrochen war. Ein Handwerker konnte sich durch einen Sprung aus dem Fenster noch verletzt nach draußen retten, zwei seiner Kollegen waren allerdings noch im Gebäude. Die Aufgabe, die Verletzten darzustellen, fiel der Jugendfeuerwehr zu.

Schon beim Eintreffen des ersten Einsatzfahrzeuges brannte laut Übungsszenario der Dachstuhl. Die erste Aufgabe der Abteilungen Heimbach und Köndringen war angesichts der Situation klar: Sie begannen unverzüglich, die Menschen zu retten, sie bauten sofort eine Löschwasserversorgung auf und bekämpften die Flammen. Der Abteilung Teningen war der Part zugedacht, die beiden Abteilungen mit weiteren Löschangriffen und der Drehleiter für Abschirmmaßnahmen zu unterstützen. Die Abteilung Nimburg – sie hatte die weiteste Anfahrt – übernahm indessen die Aufgabe, eine weitere Wasserversorgung über eine längere Wegstrecke anzulegen.

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