Brandbekämpfer blicken auf 73 Einsätze zurück / Zwölf Menschen konnten gerettet werden.

TENINGEN-HEIMBACH. Die Feuerwehr Teningen hat mittelfristig Nachwuchsprobleme. Darauf wies Gesamtwehrkommandant Lars Stukenbrock bei der Hauptversammlung in Heimbach hin: Die Zeiten, in denen sich Wehren keine Gedanken über Mitglieder machen mussten, scheinen vorbei zu sein. Stukenbrock sieht Handlungsbedarf. Ansonsten, so der Kommandant nach der Hauptübung , könnte es in zehn bis 15 Jahren schwer werden, die heutige Stärke der Wehr aufrechtzuerhalten. Zielgerichtete Werbung – einmal für die Jugendfeuerwehr, einmal für Erwachsene als Quereinsteiger – soll helfen, die negative kreisweite Tendenz zu verbessern.

Das Einsatzaufkommen im vergangenen Jahr war laut Stukenbrock durchschnittlich. Insgesamt wies die Statistik 73 Einsätze aus. Die Wehr wurde zu 17 Bränden gerufen, dazu kamen 43 Einsätze wegen technischer Hilfeleistungen. Insgesamt wurden 12 Menschen gerettet, drei konnten nur noch tot geborgen werden. Als beispielhaft hob Stukenbrock insbesondere die professionelle Vorgehensweise beim Schwelbrand eines Dachstuhls in Köndringen hervor sowie der Einsatz bei einem Unfall von DRK-Kameraden auf der A 5.

Positiv beurteilte er auch den Ausrüstungsstand und den Willen der Gemeinde, die Feuerwehr im Rahmen der Möglichkeiten zu unterstützen. Mittlerweile seien fast alle älteren Fahrzeuge ausgetauscht worden, außerdem sei ein Vollzeitgerätewart eingestellt worden.

Insgesamt bemühen sich derzeit zwölf Betreuer aus allen Abteilungen um die Ausbildung bei der Jugendfeuerwehr, wie dem Bericht von Alexander Huy zu entnehmen war. Zur Zeit werden 30 aktive Mitglieder – drei davon sind weiblich – an die Feuerwehr herangeführt. Diese trafen sich nicht nur zu den 20 gemeinsamen Proben und lernte das Funken und den Standardlöschangriff, sondern richteten sogar einen Lehrgang des Landesjugendfeuerwehrverbandes in Heimbach aus.

Der scheidende Seniorenobmann Karl Klotz berichtete von der Altersmannschaft. Die trifft sich nicht nur einmal im Monat, sie veranstaltet auch Seniorenabende oder organisiert Ausflüge. Hier zeigt sich, dass der Satz: "Einmal Feuerwehr, immer Feuerwehr" durchaus seine Berechtigung hat. So wie bei Erwin Sick der seit 1971 bei der Abteilung Nimburg zuverlässig seinen Dienst verrichtet. Nachdem er schon das silberne und das goldene Ehrenabzeichen des Landesfeuerwehrverbandes verliehen bekommen hat, wurde er nun zum Ehrenmitglied der Nimburger Wehr ernannt.

In seiner Kritik der Hauptübung bestätigte Kreisbrandmeister Jörg Berger der Teninger Gesamtwehr einen guten Leistungsstand Insbesondere freue es ihn, dass er Oberfeuerwehrmann Martin Ehrenfelder und Dirk Landerer (beide Abteilung Köndringen) sowie Hauptfeuerwehrmann Markus Brupbach (Abteilung Heimbach) das Landesfeuerwehrehrenzeichen in Silber für 25 Jahre und Gottfried Flamm, Klaus Schillinger (beide Abteilung Köndringen) und Klaus Schoner (Abteilung Heimbach) in Gold für 40 aktive Jahre überreichen durfte. Weitere Ehrungen nahm in seiner Funktion als Landesstabsführer Nico Zimmermann vor: Für 30 Jahre im Spielmanns-und Musikzug wurde Sigrid Hassler und für 40 Jahre Rainer Kern und Martin Ehrenfelder mit einer silbernen und goldenen Ehrennadel geehrt.

Bürgermeister Heinz Rudolf Hagenacker sowie Ortsvorsteher Herbert Luckmann bedankten sich im Namen der Bürger für das Engagement der Wehr.

Beförderungen:

  • Anwärter zum Feuerwehrmann: Björn Schwaab (Abteilung Köndringen)
  • Oberfeuerwehrmann/frau: Oliver Heidenreich (Heimbach), Patrik Probst (Heimbach), Michael Blum (Köndringen), Stefan Engler (Köndringen), Thorsten Lotzkat (Köndringen), Tanjo Schomas (Köndringen), Silvio Friedrich (Teningen), Maximilian Gasser (Teningen) und Daniel Zimmermann (Teningen)
  • Hauptfeuerwehrmann: Thomas Fischer (Köndringen), Marc Mössinger (Teningen), Manfred Schmidt (Teningen) und Frank Schumacher (Teningen)
  • Löschmeister: Jonas Schneider (Heimbach), Marco Traber (Nimburg) und Alexander Huy (Teningen)
  • Oberlöschmeister: Martin Schneider (Nimburg)
  • Hauptlöschmeister: Edwin Loser (Teningen).

Quelle:  Badische Zeitung

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