Teninger Wehr blickt auf vergangenes Jahr mit Großbrand zurück.

TENINGEN. Bei der Hauptversammlung der Teninger Gesamtwehr sparte Kommandant Lars Stukenbrock nicht mit Lob. Das bezog sich auch auf die Leistung der Wehr beim Großbrand im September. "Dieser außergewöhnliche Einsatz hat uns als Gesamtwehr bis zur letzten Einsatzkraft gefordert", sagte er.

Solch ein Szenario sei in der Vergangenheit immer wieder mal geübt worden, sagte der Kommandant. "Aber wenn man mal ehrlich ist, hat es sich keiner in solch einer Dimension vorstellen können", fügte er an. Er sei stolz auf das Geleistete, sagte er. Sein Dank galt auch den Wehren aus Emmendingen und Endingen, die zu Hilfe geeilt waren, dem Technischen Hilfswerk und dem Roten Kreuz. Ohne die modernen technischen Gerätschaften der Teninger Wehr und ohne die Hilfe durch eine zweite und eine dritte Drehleiter wäre der Schaden noch größer ausgefallen.

Auch die Zahl der Einsätze liegt über dem Durchschnitt

Die Notwendigkeit einer gut ausgestatteten Wehr belegte auch die Einsatzbilanz im vergangenen Jahr, die mit 79 Einsätzen deutlich umfangreicher ausfiel als im langjährigen Schnitt mit 68 Einsätzen. Obwohl die Zahl der automatischen Brandmeldeanlagen ständig steigt, ist die Zahl der Fehlalarme relativ konstant geblieben.

Dafür steige die Zahl der unselbstständigen Mitbürger, so Stukenbrock: Wo man früher beherzt selbst zugegriffen hätte, um einen herabgestürzten Ast bei Seite zu räumen, greife man heute zum Handy und wähle die 112.

Im Jahr 2018 wurde nicht nur die Anschaffung eines Löschfahrzeuges für die Abteilung Köndringen, sondern auch Umbauarbeiten für das Gerätehaus beauftragt. Die Abteilung Köndringen bekam außerdem einen vielseitig einsetzbaren Transportanhänger. Auch für Nimburg wurde 2018 mit der weiteren Zukunftsplanung begonnen. Damit zum Zeitpunkt der Ersatzbeschaffung für das dortige Löschfahrzeug auch genug LKW-Fahrer zur Verfügung stehen, wurde bereits mit der Ausbildung begonnen. Außerdem wird Nimburg einen Einsatzleitwagen erhalten. Des Weiteren bekam das Gerätehaus Heimbach eine Abgasabsauganlage und Teningen einen Prüfstand für die Atemschutzmasken. Zusätzlich wurde eine Stelle des hauptamtlichen Gerätewarts besetzt.

Eine besondere Leistung zeigte der Spielmanns- und Musikzug der Abteilung Köndringen bei den Landeswertungsspielen in Heidelberg – er errang die Stufe Gold. Mit diesem Ergebnis hat sich der Zug zudem für die 2020 in Freiburg stattfindenden Bundeswertungsspiele qualifiziert.

Neuer Gemeinderat soll über Anschaffungen entscheiden

Der folgende Bericht zu den rückblickenden Aktivitäten der Jugendfeuerwehr mit 19 Probenabenden, Trainingsabenden und vielseitigen Freizeitaktivitäten ließ ein aktives Jugendfeuerwehrjahr erkennen. Jugendwart Alexander Huy musste sein Amt aufgrund einer beruflichen Weiterbildung zur Verfügung stellen. Neuer Jugendwart ist Philipp Birmele, sein Stellvertreter Simon Kirner.

Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker bedankte sich bei der Wehr für ihren unermüdlichen Einsatz zum Schutz der Bürger. Der Feuerwehrbedarfsplan mit seinen 120 Seiten werde erst im neuen Gemeinderat debattiert, sagte der Bürgermeister.

Beförderungen:

  • Feuerwehrmann/frau: Marco Baermann, Dennis Gasser und Eric Lachfeld (alle Teningen), Pablo Deußer (Heimbach) und Simon Hugenschmidt (Nimburg-Bottingen).
  • Zum Oberfeuerwehrmann/frau: Stefan Brüstlin und Roben Reif (beide Köndringen).
  • Zum Hauptfeuerwehrmann/frau: Stefan Blust, Martin Enderlin, Rainer Kern und Swen Schwaab (alle Köndringen) und Philipp Reuker (Nimburg-Bottingen).
  • Zum Löschmeister: Manfred Schmidt (Teningen), Kevin Gufert und Simon Kirner (beide Nimburg-Bottingen) sowie Matthias Klappich (Heimbach).
  • Zum Oberlöschmeister: Claus Gastaldo (Teningen).
  • Vom Oberlöschmeister zum Hauptlöschmeister: Michael Köpfer (Teningen).
  • Zum Brandmeister: Stefan Hügle (Heimbach).

Quelle: Badische Zeitung