Was ist da los im Landkreis Emmendingen? Martinshörner überall, Großeinsätze in Sexau, Denzlingen und Elzach? Nein. Es ist eine Übung im XXL-Format – unangekündigt und an mehreren Schauplätzen gleichzeitig.

Nach Auskunft von Ulrich Spitzmüller, dem Sprecher des Emmendinger Landratsamtes, begann die unangekündigte Katastrophenschutzübung des Landkreises am frühen Dienstagabend. Sie sollte dem Zweck dienen, die Einsatzkräfte für den Fall zu schulen, dass sich in der Region mehrere Unfälle und Katastrophen auf einmal ereignen. Etwa 500 Helferinnen und Helfer seien am Abend im Übungseinsatz, erklärte Spitzmüller weiter – und zählte auf, wer alles beteiligt war: Feuerwehren aus allen 24 Orten des Landkreises, das Rote Kreuz, die Bergwacht, das Technische Hilfswerk, die DLRG, die Polizei und die Bundeswehr.

Großeinsätze in Denzlingen und Sexau

Den Auftakt machte ein Großalarm im Sexau: In einer Firma habe sich eine Explosion ereignet, 20 Verletzte seien zu versorgen – so lautete das Szenario, das besonders Feuerwehr und DRK auf den Plan rief. Zeitgleich wurden Retter – unter anderem von der Bergwacht – nach Winden gerufen, wo der Übungsalarm lautete: Drachenflieger abgestürzt. Und schließlich wurde ein Gefahrgutunfall auf dem Gelände eines Denzlinger Unternehmens angenommen. Auch hier musste ein Großaufgebot der Feuerwehr anrücken, unter anderem die ABC-Spezialisten aus Waldkirch, Emmendingen, Teningen und Kenzingen.

Und das war noch nicht alles: Weitere Übungseinsätze beschäftigten sich mit einem vermissten Badegast in einem See bei Riegel, einem Waldbrand bei Reute – und einem Stromausfall in der gesamten Region.

Realer Rettungseinsatz am Kandel

Parallel zur Großübung mussten die Retter im Landkreis aber auch tatsächlich einschreiten: Denn zu einem Flugunfall kam es am Dienstagabend auch ganz real, also nicht nur in der Übungssituation im Elztal. Am Kandel verunglückte ein Drachenflieger und musste von Bergwacht und DRK gerettet werden. Nähere Informationen zu seinem Gesundheitszustand lagen am Dienstagabend noch nicht vor.


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