Bei der Feuerwehr in Heimbach wechselt nach 25 Jahren fast die komplette Spitze / Nur Schriftführer Wolfgang Lenssen bleibt.

BZ 11.01.16TENINGEN-HEIMBACH. Einen großen personellen Umbruch vollzog die Feuerwehrabteilung Heimbach in der Hauptversammlung. Nach 25 Jahren als Abteilungskommandant trat Walter Hügle nicht mehr zur Wahl an. Einstimmig wurde sein Stellvertreter Stefan Hügle zum neuen Abteilungskommandanten gewählt, ebenso einstimmig dessen Stellvertreter Jonas Schneider und Rechnerin Nicole Hügle – auch Rechner Paul Jöhle hatte nach 37 Jahren sein Amt zur Verfügung gestellt. Schriftführer Wolfgang Lenssen wurde einstimmig bestätigt.

Kommandant Hügle sah den richtigen Zeitpunkt gekommen, um das Führungsteam zu verjüngen. Man merkte ihm an, dass es ihm nicht leicht fiel. Immerhin hat er die Feuerwehr Heimbach in einem Drittel ihres Bestehens geleitet. Die Versammlungsteilnehmer spendeten stehend Beifall. Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker wie Gesamtwehrkommandant Lars Stukenbrock würdigten Hügles Pflichtbewusstsein, dessen selbstlosen ehrenamtlichen Einsatz für die Allgemeinheit und die Mitarbeit im Dorf wie bei der Gesamtwehr. "Er war stets allem aufgeschlossen und eine zuverlässige Führungskraft. Er hat die Abteilung Heimbach zu einer leistungsfähigem Abteilung mit hohem Wirkungsgrad im Verbund der Gesamtwehr entscheidend mitgeprägt", so Stukenbrock. Auch Ortsvorsteher Herbert Luckmann dankte Hügle für die 25 Jahre. Diese Wertschätzung gilt auch für Rechner Jöhle, der neben seinem Dienst als Truppführer 37 Jahre lang stets zuverlässig die Kasse verwaltete.

In seinem letzten Rückblick berichtete Walter Hügle von einem ruhigen Jahr, was die Einsätze betraf. Drei waren es, einmal das Beseitigen einer Ölspur auf der Köndringer Straße und zweimal musste das Gerätehaus wegen Stromausfall besetzt werden. Also nichts Spektakuläres – und trotzdem müssen die Aktiven für größere Notfälle gerüstet sein. Dazu dienten 18 allgemeine und zwei Atemschutzübungen, sowie Unterrichtsabende, die mit den Einsätzen 476 Dienststunden ausmachten. Bei den Probenbesuchen gab es eine Steigerung um neun Prozentpunkte auf 81 Prozent. Darüber hinaus wurde bei vier Veranstaltungen die Feuerwache gestellt oder die Absperrung der Ortsdurchfahrt geregelt und bei Veranstaltungen anderer Vereine mitgeholfen. Ohne Zweifel war das 75-jährige Bestehen im September ein besonderer Höhepunkt. Eine schöne Erinnerung ist die Festschrift, die Anita Thein gestaltet hat. Die Jubiläumsgeschenke brachten 760,06 Euro, die die Wehr aus der Kameradschaftskasse auf 1000 Euro aufstockte und der Gustav Binder-Stiftung spendete. Diese hilft in Not geratenen Feuerwehrangehörigen.

Mit dem neuen Löschfahrzeug fühlt sich die Heimbacher Wehr optimal ausgestattet und damit das so bleibt, gehört die Pflege der Gerätschaft zum Alltag. So wurde in Eigenarbeit ein Druckluftanschluss am neuen Fahrzeug installiert und die persönliche Schutzausrüstung ergänzt.

Hagenacker bekannte sich zur dezentralen Struktur der Feuerwehr Teningen, gab aber zu bedenken, dass die Tagesalarmfähigkeit sicher gestellt sein müsse. Als ein positives Zeichen beurteilt er, dass die Feuerwehr schon selber diesen Schritt gegangen ist und Heimbach und Köndringen, sowie Teningen und Nimburg gemeinsam in Alarmierung gehen.

Wahlen: Abteilungskommandant Stefan Hügle, Stellvertreter Abteilungskommandant Jonas Schneider, Rechnerin Nicole Hügle, Schriftführer Wolfgang Lenssen, Abteilungsausschuss Markus Brupbach, Matthias Klappich, Walter Hügle und Martin Fehrenbach. Kassenprüfer Andreas Hügle und Oliver Heidenreich.

Mannschaftsstärke: 18 Aktive, zehn Alterskameraden, vier Jugendliche.

Quelle:Badische Zeitung