Viel Lob für die Abteilungsfeuerwehr von Köndringen / Zahl der Einsätze hat sich von 2016 auf 2017 verdoppelt. 

TENINGEN-KÖNDRINGEN. Abteilungskommandant Claus Huber der Köndringer Feuerwehr vermittelte bei der Hauptversammlung einen eindrucksvollen Einblick in das Feuerwehrjahr. Seine Bilanz verdeutlichte einmal mehr, wie wichtig eine Ortswehr ist. So wurde die Köndringer Feuerwehr 20 Mal alarmiert – das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung von 100 Prozent. Die Einsätze unterteilten sich in elf Brandeinsätze und neun technische Hilfeleistungen. Seinem Bericht waren allerdings nicht nur die 350 Einsatzstunden zu entnehmen, sondern auch eine Vielzahl an Ausbildungs- und Übungseinheiten, die jeder der Aktiven darüber hinaus noch leistete.

Problem mit parkenden Autos im Rettungsweg

So waren auch 2017 neun Einsätze nötig, um den Schaden durch ausgelaufenes Öl zu begrenzen und fachgerecht zu bekämpfen. Schnell vor Ort sein zu können, hat auch diesmal wieder eventuellen höheren Schaden verhindert. So bei einem Dachstuhlbrand in der Bahnhofstraße oder einem Kellerbrand, bei dem zunächst ein Anwohner sein Fahrzeug zur Seite fahren musste, damit die Feuerwehr zum Einsatzort gelangen konnte. Hierzu sagte Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker: "Das Auto einfach hinzustellen, wo es am bequemsten ist, ist kein Kavaliersdelikt, sei es beim Baggersee, beim Schwimmbad oder wie hier in einer Engstelle". Er appellierte ebenso wie Huber an die Vernunft der Bürger, notwendige Rettungswege frei zu halten.

Geholfen wurde auch einem Jungstorch, der bei seinem ersten Flugversuch abgestürzt war und sich im Schneefanggitter der Kirche verfangen hatte. Kein Problem für den mittlerweile erfahrenen Storchenretter Michael Hassler, der den Storch aus seiner misslichen Lage befreite. Ein größeres Problem war es, den Storch unterzubringen. Letztendlich war die Tierklinik Freiburg bereit, sich um das verletzte Tier zu kümmern.

Um sich jeglichen Einsatzsituationen stellen zu können, absolvierten die Einsatzkräfte 23 dienstplanmäßige Proben, drei Sonderproben der Atemschutzgeräteträger, zwei Sonderproben für die Maschinisten und drei gemeinsame Proben mit der Heimbacher Wehr. Sie nahmen auch an der Hauptprobe der Gesamtwehr teil. Zusätzlich nahmen elf Feuerwehrangehörige an der Atemschutzausbildung des Landkreises teil und fünf weitere an einer in einem Gas-befeuerten Container der Werksfeuerwehr der Firma DSM in Grenzach-Wyhlen. Dazu kamen Lehrgänge auf Kreisebene. Gemeinsam mit Kameraden aus anderen Abteilungen wurde das goldene Leistungsabzeichen errungen.

Nach 35 Jahren lieferte Schriftführer Michael Hassler zum letzten Mal seinen umfangreichen Bericht ab. Hassler ging auch auf weitere Fortbildungen ein, unter anderem zum Thema Dammsicherung an der Elz. Sein Nachfolger wird Tanjo Schomas. 45 Proben und 23 Auftritte kennzeichneten das Jahr vom Spielmanns- und Musikzug, berichtete Reiner Kern für die 29 Orchestermitglieder. Neben den musikalischen Begleitungen bei diversen Veranstaltungen im Ort, war der Auftritt bei der Einweihung der neuen Landesfeuerwehrschule in Bruchsal ein Highlight, für den es viel Lob gab.

Hagenacker sichert weitere Unterstützung zu

Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker hob in seinem Dank der Gemeinde auch die Wertschätzung aller Gemeinderatsmitglieder hervor. "Wir alle wissen es zu schätzen, dass es ohne die Freiwilligen in unserer Feuerwehr um die Gefahrenabwehr schlecht bestellt wäre", formulierte Hagenacker und fügte hinzu: "Sie können sich sicher sein, dass wir Ihnen jederzeit so gut wie möglich, jegliche Unterstützung zukommen lassen". Sowohl Hagenacker, wie Abteilungskommandant Huber bedankten sich bei Hassler für seine 35 Jahre, die er als Schriftführer zur Verfügung stand.

Gesamtwehrkommandant Lars Stukenbrock bescheinigte der Köndringer Abteilung eine zuverlässige Partnerschaft mit der Gesamtwehr. "Da stimmt alles, da läuft was und da klappt alles, wir sind gemeinsam auf einen guten Weg", sagte er.

Ausbildungszertifikate: Christian Asal (Atemschutzgeräteträger-, Sprechfunk- und Grundausbildung), Michael Blum (Heißausbildung und Maschinistenausbildung), Roben Reif (Maschinistenausbildung), Christian Weiler (Maschinistenausbildung), Jamal Alsaeed (Grundausbildung), Moritz Dick, Thorsten Lotzkat und Jörg Bührer (Heißausbildung).

Wahlen in den Ausschuss: Karin Minkley-Dick, Stefan Engler,Andreas Fischer, Timo Grafmüller, Volker Kopp, Dirk Landerer und Stefan Obrecht.

Quelle:Badische Zeitung

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