Der Großbrand in Teningen forderte auch die Abteilung Köndringen: "Was wir nur aus Übungen kannten, wurde Wirklichkeit".

TENINGEN-KÖNDRINGEN. Heutzutage ist es neben dem hohen Arbeitspensum keinesfalls normal, über Jahre hinweg zusätzlich ein Ehrenamt auszuüben. Vor allem, wenn eine Einsatzbereitschaft rund um die Uhr dazu gehört, so wie es bei der Feuerwehr notwendig ist. Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Teningen - Abteilung Köndringen wurde Oberfeuerwehrmann Dirk Landerer für seine 25-jährige aktive Dienstzeit und Pflichttreue ausgezeichnet und erhielt durch Kommandant Lars Stukenbrock das Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber samt Ehrenurkunde.

Abteilungskommandant Claus Huber berichtete über elf Brand- und Hilfeeinsätze mit 320 Einsatzstunden. Der Großbrand in Teningen ragte heraus: "Was wir nur aus Gesamtwehrübungen kannten, wurde an diesem Abend Wirklichkeit, aber durch die gute Zusammenarbeit aller eingesetzten Einsatzkräfte wurde auch diese Aufgabe hervorragend gelöst", so Huber.

Neben Alarmeinsätzen gehörten Sicherheitswachdienste bei Veranstaltungen, Absperr- und Absicherungsdienste für Vereine im Ort dazu. Aber auch die Hauptübung in Heimbach, Projektwochen über die Arbeit der Feuerwehr an der Nikolaus-Christian-Sander-Schule und Feuerlöschübungen mit VdK-Mitgliedern standen auf dem Programm. Zusätzlich fanden 23 Proben statt. Für Atemschutzgeräteträger gab es zwei Sonderproben im Brandschutzcontainer in Emmendingen und eine Sonderprobe für die Maschinisten. Das Herbstfest erhielt seinen Höhepunkt durch die offizielle Übergabe des neuen Mannschaftstransportfahrzeugs. Beim Landesfeuerwehrtag in Heidelberg beteiligten sich elf Kameraden mit Erfolg am Feuerwehr-Duathlon.

Der Spielmanns- und Musikzug unter der Leitung von Landesstabführer Nico Zimmermann hatte 21 Auftritte; er umrahmte auch die Hauptversammlung musikalisch. Herausragend die Beteiligung an den Wertungsspielen vom Landesfeuerwehrverband in Heidelberg, wo die Musiker eine Goldmedaille holten. Da waren die vielen Proben schnell vergessen. Auch für Abteilungskommandant Claus Huber, der kurzfristig als Ersatztrommler eingesprungen war. Die Alterskameraden übernahmen beim Kreisseniorennachmittag den Aufbau vom Weinbrunnen und die Hallenbestuhlung und kochten insgesamt 200 Liter Kaffee. Am Altennachmittag der Gesamtwehr nahmen auch die Senioren von Köndringen teil. Altenbetreuer Karl Klotz hatte ihn zum letzten Mal organisiert. Ihm dankte Huber ganz besonders.

Vorfreude auf das neue Löschfahrzeug

Die Abteilungswehr freut sich auf das neue Löschfahrzeug, das laut Lieferant bis Mitte des Jahres geliefert werden soll. Bis dahin sollten auch die Fahrzeugtore umgebaut sein, die Aufträge wurden vergangene Woche vergeben, so Huber. Der Anhänger als Ersatz für den Mannschaftstransportwagen ist inzwischen geliefert worden, erhält aber noch seinen Feinschliff bei der Firma Grafmüller, bis er ins Gerätehaus kommt. Der Anhänger sorgt jedoch für Platzprobleme, so Huber. Deshalb wurde der Oldtimer Opel Blitz ausquartiert. Nach langer Suche fand sich ein Stellplatz in Offenburg, die Wehr hätte den Oldtimer aber lieber in Ortsnähe und sucht eine Unterstellmöglichkeit.

Bürgermeister Stellvertreter Peter Welz zeigte sich beeindruckt von der Arbeit der ehrenamtlichen Wehrmänner, die keinesfalls selbstverständlich sei. Die Einwohner könnten ein gutes Gefühl haben, denn im Notfall ist ihre Feuerwehr zur Stelle. Auch die Gemeinde unterstütze die Feuerwehr, dies werde durch die zwei Fahrzeuganschaffungen für die Abteilung belegt.

"Die Abteilungswehr hat einen absolut guten technischen Stand und zeigt vorbildliche Arbeitsleistung", lobte Kommandant Lars Stukenbrock. Kreisverbandsvorsitzender Nico Zimmermann lobte den gut abgelaufenen Einsatz beim Großbrand in Teningen. Dies unterstreiche, wie wichtig eine gut geschulte, einsatzbereite Mannschaft sei. Die Nachwuchsgewinnung sei für den Kreisverband ein Schwerpunkt, hier laufen Überlegungen, wie die Bedingungen fürs Ehrenamt bei der Feuerwehr verbessert werden können.

Fortbildung: Maschinistenlehrgang: Christian Asal, Atemschutzgeräteträger: Björn Schwab

Mannschaftsstärke: Aktive: 36, Alterskameraden: 16, Jugendfeuerwehr: acht. Spielmanns- und Musikzug: 36 (30 im Orchester, sechs in Ausbildung).

 

Quelle: Badische Zeitung