Auch hier war das Hochwasser vom Juni der Grund / Bürgermeister Hagenacker: "Gut, dass wir die Feuerwehr haben".

TENINGEN. Von 45 Einsätzen im vergangenen Jahr sprach der Kommandant der Nimburg/Bottinger Feuerwehr, was ein Rekord sei; im Jahr zuvor waren es nur zwölf Alarmierungen. Die hohe Steigerung lag vor allem an 38 Hochwassereinsätzen am 24./25. Juni 2016. Außer mit der Zeit hatten die Feuerwehrleute keine Probleme, haben sie doch einen hohen Ausbildungsstand, worauf der Gesamtkommandant der Teninger Wehren, Lars Stukenbrock, besonders hinwies.

Die aktive Mannschaft hat 28 Angehörige, davon zwei Frauen. Dieses Team hat im vergangenen Jahr 1311 Stunden für Feuerwehrdienst im Einsatz und in der Fortbildung erbracht, was 47 Stunden Bürgerdienst pro Kopf bedeute, wie Kommandant Matthias Nahr bei der sehr gut besuchten Hauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus sagte. Zu den Einsätzen zählte ein Kleinbrand, dazu kamen fünf Gefahrgutseinsätze.

Eigentlich zeigte sich der Kommandant sehr zufrieden mit dem Zustand der Wehr, nur nicht beim "leidigen Thema Probenbesuch". 70 Prozent im Jahre 2016 seien zu wenig. Er definierte als Ziel den schon früher zweimal erreichten Wert von 76 Prozent.

Schriftführer Philipp Reuker berichtete von den zahlreichen Verbindungen zu den anderen Wehren der Gesamtgemeinde und Zusammenkünften auf kameradschaftlicher Ebene. Auch die Kaiserstuhltage in Nimburg hat die Wehr aktiv mitgestaltet, sie organisierte einen Vatertagshock und ein Zwiebelkuchenfest. All das schlug sich im Kassenbericht von Martin Schneider positiv nieder: Diese drei Veranstaltungen machten viele andere Aktivitäten und Anschaffungen der Abteilung erst möglich.

Patrick Lehmann berichtete, dass die Nimburg/Bottinger Jugend die Ausbildung und viele andere Aktivitäten zusammen mit den Jugendlichen der anderen Teninger Wehren absolviert. Insgesamt seien dies 34 Jugendliche - davon sieben Mädchen-, von denen drei aus dem Ort unter dem Nimberg kommen. Insgesamt stammen vier Jugendliche aus Nimburg/ Bottingen.

Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker sprach von einer hervorragenden Zusammenarbeit und dankte den Feuerwehrleuten für ihren Einsatz, vor allen Dingen im Zusammenhang mit der "Sturzflut", bei der im Juni 41,3 Liter Wasser pro Quadratmeter in 25 Minuten vom Himmel kamen. "Gut, dass wir die Feuerwehr haben." Er dankte der Wehr auch als Verein für ihren engagierten Einsatz bei den Kaiserstuhltagen. Der Teninger Gemeinderat unterstütze Feuerwehren immer und auch jetzt sei ein Sonderposten eingestellt, um die zahlreichen Tauchpumpen und Wassersauger zu ersetzen, die beim Hochwassereinsatz kaputt gingen. Für ein neues Löschfahrzeug sei im neuen Haushaltsplan ein Budget eingestellt. Als sichtbares Zeichen, wie der Gemeinderat die Feuerwehr unterstütze, sah Hagenacker die Uniformen, die bei allen Teninger Wehren neu seien.

Beförderungen: Thomas Wiedemann und Ralf Hugenschmidt zu Oberfeuerwehrmännern, Dirk Bürklin zum Hauptfeuerwehrmann. Verpflichtet zum aktiven Dienst wurde Dominik Mohns.

Quelle: Badische Zeitung