TENINGEN-NIMBURG. Mit einem umfangreichen Festprogramm feierte die Feuerwehr Nimburg-Bottingen am Wochenende ihr 75-jähriges Bestehen. Nach dem Vatertagshock setzte sich das Programm am Samstag mit den Leistungswettkämpfen und dem Festbankett am Abend sowie am Sonntag mit einem Festgottesdienst, Frühschoppenkonzert, einer Schauübung der Jugendfeuerwehr und der Abteilung Teningen, einem Löschwasserrennen und der Ausgabe der Leistungsabzeichen fort.

Für die stimmungsvolle musikalische Umrahmung sorgten sowohl der Spielmanns- und Musikzug der Feuerwehr Köndringen wie der Musikverein Nimburg-Bottingen und der gemischte Chor des Nimburger Gesangverein. Neben den feuerwehrtechnischen Vorführungen und den Leistungswettkämpfen war es insbesondere das Festbankett, das nicht nur das Interesse der Ehrengäste und Vertreter der Wehren aus Nachbargemeinden weckte. Leider hielt sich der Besuch der Nimburger entgegen aller Gepflogenheiten in Grenzen.

 

Nach dem Auftritt des Spielmanns- und Musikzuges und der Begrüßung von Abteilungskommandant Matthias Nahr folgte eine umfassende Chronik, die auch den Wandel der Nimburger Feuerwehr zu einer modernen Ortsteilwehr dokumentierte. Bereits vor dem Bescheid der Landesfeuerwehrunterstützungskasse im Jahr 1937 gab es in Nimburg und Bottingen eine so genannte Lösch- und Hilfsmannschaft. Es handelte sich um dienstverpflichtete Bürger. Die danach gegründete Freiwillige Feuerwehr Nimburg- Bottingen unter Leitung von Hermann Reifsteck bestand aus zwei Offizieren und 30 Aktiven.

 

Als Wegbereiter zu einer modernen Ortswehr gilt die Zeit unter Bürgermeister Hermann Jäger und vor allem nach der Eingliederung der Gemeinde in die Gemeinde Teningen am 1. Januar 1975. Damit wurde auch die Organisation der Nimburger Feuerwehr auf eine neue Grundlage gestellt. Fortan bildete sie eine Abteilung der Gesamtwehr − mit einem hohen Maß an Selbstständigkeit.

Sowohl Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker, wie Gesamtwehrkommandant Lars Stukenbrock und Kreisbrandmeister Jörg Berger sehen in der Kooperation einen unverzichtbaren Wert. Hagenacker überbrachte nicht nur Glückwünsche und den Dank der Gemeinde. Er erläuterte auch den hohen Stellenwert im Sicherheitskonzept der Gesamtgemeinde. Er wies außerdem auf das gesellschaftliche Engagement der Feuerwehr hin.

Stukenbrock und Berger sehen in der Abteilung einen wichtigen Stützpfeiler beim Brandschutz, der Brandbekämpfung und bei der technischen Hilfeleistung. In diesem Zusammenhang erinnerten sie als Beispiel an den Hausbrand in Nimburg im Januar. Am System der Ortswehren werde nichts geändert, denn es habe sich bewährt. Auch, weil die Nimburger Wehr sich seit der Gründung vor 75 Jahren kontinuierlich weiter entwickelt habe.

Info: Zur Zeit beträgt die Mannschaftsstärke 28 Aktive und acht Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Fahrzeuge: ein Löschgruppenfahrzeug 8/6, ein Tragkraftspritzenfahrzeug und ein Mannschaftstransportwagen.

 

Quelle: Badische Zeitung