Im übernächsten Jahr soll die Abteilung ein neues Einsatzfahrzeug erhalten

TENINGEN-NIMBURG. Die Feuerwehr in Nimburg genießt ein hohes Ansehen in der Bevölkerung. Dies zeigte sich im Dezember, als die Tore des Gerätehauses zu einem Fenster des Nimburger Adventskalenders ausgewählt worden waren und von Kindern entsprechend geschmückt wurden. In Zeiten, in denen selbst Rettungskräfte immer mehr unter Aggressivität leiden, ist es eine willkommene Geste, wenn sich Bürger dankbar zeigen. So wie bei der Hauptversammlung der Nimburger Abteilung, bei der ein Bürger den Feuerwehrangehörigen seinen Dank im Namen aller Bürger aussprach.

Wie Abteilungskommandant Matthias Nahr und Schriftführer Philipp Reuker darstellten, gab es dafür allen Grund. Immerhin waren die 26 Feuerwehrleute für ihren Ort und für die Gemeinde Teningen 365 Tage rund um die Uhr in ständiger Einsatzbereitschaft. Insgesamt wurde die Ortswehr 20 Mal alarmiert. Bis auf einen Großbrand in Teningen wurden keine spektakulären Fälle verzeichnet. Immer mehr rückt auch für die Nimburger Wehr die technische Hilfe in den Vordergrund. So mussten die Einsatzkräfte elf Mal zur technischen Hilfeleistung und drei Mal zur Tierrettung ausrücken.

Während es sich bei den vier Kleinbränden meist um kleinere Flurbrände handelte, wird wohl der Einsatz beim Großbrand in Teningen den Einsatzkräften in Erinnerung bleiben. Dabei bestätigt sich einmal mehr die Bedeutung gut ausgebildeter Einsatzkräfte, wie auch Kommandant Lars Stukenbrock in seinem Grußwort an die Abteilung erläuterte. Insgesamt absolvierte die Wehr 275 Einsatzstunden, die sich mit Sicherheitsdiensten auf 322 Stunden addieren. Um für jeden Ernstfall gerüstet zu sein, opferten die ehrenamtlichen Einsatzkräfte auch wieder viele Stunden ihrer Freizeit für die 21 allgemeinen Proben, einer gemeinsamen Probe mit der Abteilung Teningen und zwei Proben mit dem DRK-Ortsverband. Zusätzlich ab es drei Sonderproben für die Maschinisten, zwei Sonderproben zur Fahrzeugpflege und ein Fortbildungskurs zur Absturzsicherung. Im Vordergrund standen diesmal Proben bei ortsansässigen Firmen, um Kenntnisse und einen Überblick über die speziellen räumliche Strukturen zu bekommen. Ferner konnte Kevin Gufert einen Gruppenführerlehrgang besuchen. Marco Traber wurde zum Löschmeister und Martin Schneider zum Oberlöschmeister befördert. Insgesamt betrug somit die Gesamtsumme 1438 Stunden für den Feuerwehrdienst.

Beeindruckend war auch der Bericht von Schriftführer Reuker über die Aktivitäten außerhalb der Einsätze und Proben. Beginnend im Jahr mit dem Einsammeln von Weihnachtsbäumen bis hin zu den verschiedenen eigenen Festlichkeiten und Unterstützungen über das gesamte Jahr. Die vielfältigen eigenen Aktivitäten schlugen sich auch in einer Positivbilanz von Rechner Martin Schneider nieder. Somit war es möglich, kleinere Anschaffungen wie einen Akkuschrauber, ein Schwerlastregal und einen mobilen Werkzeugwagen selbst zu finanzieren.

Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker sprach nicht nur seinen Dank für den Einsatz beim Großbrand in Teningen aus, sondern bestätigte auch, dass das System der Abteilungswehren weiterhin notwendig sei. Die Nimburger Wehr soll deshalb 2020 ein neues Einsatzfahrzeug bekommen.

Auch Kommandant Stukenbrock sprach sich zuversichtlich dafür aus, alle notwendigen Schritte umsetzen zu können. Die Abteilung Nimburg werde ein zentrales Thema bei der Beschaffung sein. Denn bei der Ausarbeitung des Bedarfsplanes sei erwogen worden, dass die Abteilung Nimburg für die Gesamtwehr mit der Abteilung Heimbach den Einsatzführungsdiensts übernimmt.

Quelle: Badische Zeitung