Die Feuerwehr Teningen hielt am Samstag ihre Hauptübung ab.

BZ 07.11.2017TENINGEN. Ein Brand, ausgelöst durch ein Schweißgerät beim Umbau des Teninger Rathaus und eine starke Rauchentwicklung rund um das Gebäude: Das war das Übungsszenario, das die Feuerwehrabteilung Teningen mit der Sanitätsbereitschaft des DRK Ortsvereins am Samstag zu bewältigen hatte.

Gäbe es die freiwilligen Hilfsorganisationen in Deutschland nicht, wäre es bei Unfällen, Katastrophen und Bränden schlecht um die Sicherheit der Bürger bestellt. 1,7 Millionen Menschen engagieren sich fast alle ehrenamtlich. Ohne sie wäre solch ein umfassendes Schutz-, Rettungs- und Hilfsangebot nicht möglich. Wäre das Angebot berufsmäßig und 24-stündig, würden die Kosten ins unermessliche steigen. Die meisten Gemeinden könnten sich solche Berufswehren nicht leisten. Die Folge wäre, dass nur größere Städte eine Berufswehr hätten – mit entsprechend langem Anfahrtsweg.

Um rund um die Uhr, 365 Tage im Jahr auf Notfälle reagieren zu können, halten die Wehren einmal im Jahr eine Hauptübung ab. Sie stellt ein Spiegelbild des Leistungsvermögen dar, so wie am Samstag die Hauptübung der Feuerwehrabteilung Teningen mit der Sanitätsbereitschaft des DRK Ortsvereins Teningen.

Angenommen wurde, dass beim derzeitigen Umbau des Teninger Rathauses im Obergeschoss ein Brand durch unsachgemäßen Umgang mit einem Schweißgerät verursacht wurde. Beim Eintreffen stellte sich für Abteilungskommandant und Einsatzleiter Thomas Gebhardt, die Herausforderung vor allem in zwei Bereichen dar: der Menschenrettung und der Brandbekämpfung. Eine schnelle Übersicht und effektives Handeln waren gefragt. Das begann bei der Positionierung der Einsatzfahrzeuge wie der Koordination der Einsatzkräfte. Die Riegeler Straße musste voll gesperrt werden, um einen reibungslosen Einsatz zu gewähren. Priorität hatte die Menschenrettung.

Jugendfeuerwehr übernahm Statistenrolle

Eine Bergung durch das stark verqualmte Treppenhaus kam wegen zu erwartender Rauchvergiftungen nicht mehr in Betracht. Daher war eine effektive Bergung der sieben Menschen aus dem Ober- und Dachgeschoss nur mit der Drehleiter möglich. Die Mitglieder der Jugendfeuerwehr spielten die Statisten bewiesen Mut, um in den Korb der Drehleiter zu gelangen. Alle wurden zügig geborgen und der Sanitätsbereitschaft des DRK übergeben, die ein Erstversorgungsstützpunkt aufgebaut hatte.

Die erschwerten Einsatzbedingungen durch die starke Rauchentwicklung erforderten zudem nicht nur eine sofortige Zwangsentlüftung durch den Druckbelüfter, sondern auch den Einsatz der Atemschutzgeräteträger zur Brandbekämpfung und zur Durchsuchung des Gebäudes nach weiteren Personen. Der Löschwasseraufbau erfolgte mit mehreren Hydranten. Die Schwierigkeit: ein Auto hatte über einen Hydrantenanschluss geparkt. In der näheren Umgebung gab es aber weitere Anschlüsse, so dass genug Löschwasser da war. Über die Rückseite startete die Wehr einen Löschangriff.

Nicht nur von Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker wurde die Übung aufmerksam verfolgt, auch einige Gemeinderäte und zahlreiche Bürger und Bürgerinnen zeigten Interesse. Auch Hermann Jäger, den die Feuerwehr als ehemaliger Bürgermeister immer noch interessiert. Sowohl Gesamtwehrkommandant Lars Stukenbrock, als auch Hagenacker stellten der Teninger Abteilungswehr ein gutes Zeugnis aus. 

Quelle:Badische Zeitung

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