Die Feuerwehr Teningen blickt auf ein sehr arbeitsreiches Jahr mit 62 Einsätzen zurück.

2018 war für die Feuerwehr Teningen ein arbeitsreiches Jahr. Für die 62 Einsätze, 46 Sonderdienste, 35 Ausbildungen und sieben Sicherheitswachen wurden 4.630 Mannstunden geleistet. Pro Einsatzkraft bedeutet dies 100 Stunden oder umgerechnet 2,6 Vollzeitmitarbeiter. Die Einsatzkräfte waren nahezu zu jeder Tages- und Nachtzeit gefordert. Nicht selten stellte sich in Wohn- und Gewerbegebieten die Parksituation als ernstzunehmendes Problem heraus. Der Gemeindevollzugsdienst soll Verbesserung schaffen, da alle Appelle nutzlos scheinen, so Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker.

Vom Kleinbrand im Wald bis zum Großbrand an der Riegeler Straße, der Patientenrettungen mit der Drehleiter, Öl auf Gewässer, ausströmendes Gas und einer brennenden Gasflasche sowie der Hilfe bei einem schweren Verkehrsunfall reichte das Einsatzszenario. Insbesondere bei zwei Einsätzen zeigte sich, wie wichtig die gesetzlich vorgeschriebenen Brandmelder sind. So alarmierten Nachbarn aufgrund von Rauchgeruch und des Rauchmeldertons in der Nacht die Feuerwehr – der Bewohner lag schlafend auf der Couch, fünf Minuten später hätte man ihn kaum noch lebend vorgefunden. Ähnlich bei einem anderen Einsatz: Eine hilflose ältere Person wurde in einem komplett verrauchten Hausflur gefunden und gerettet – selbst hätte die gerettete Person keinen Notruf absetzen können.

Ein großes Lob habe sich die Teninger Feuerwehr beim Großbrand an der Riegeler Straße verdient. Hier zeigte sich, wie wichtig eine gut ausgebildete und ausgestattete Feuerwehr sei. Außerdem zeigte dieser Einsatz die Bedeutsamkeit der dezentralen Struktur, wodurch in kürzester Zeit auf alle Abteilungen zurückgegriffen werden konnte, kommentierte der stellvertretender Abteilungskommandant Matthias Brupbach. Zu den Einsätzen kamen zahlreiche Übungen und Ausbildungsabende. 2019 dürfte nicht weniger arbeitsreich werden. Zahlreiche Übungen und Ausbildungen stehen auf dem Programm und ein weiteres Fahrzeug soll beschafft werden.

Von weiteren Aktivitäten berichtete Schriftführerin Regina Schmidt. Angefangen beim Christbaumsammeln bis hin zu Unterstützungen bei Veranstaltungen und Besuchen anderer Feuerwehrveranstaltungen reichte ihre Aufzählung. Bewirtungen, das Gassenfest und das Scheibenschlagen gehörten dazu. Fortgeschrieben wurde auch der Feuerwehrbedarfsplan, der eine Gefahrenanalyse des Gemeindegebietes darstellt und Maßnahmen aus feuerwehrtechnischer Sicht vorschlägt.

"Gemeinde hat viel getan, um Sanierungsstau aufzufangen"

Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker bedankte sich nochmals im Namen der Gemeinde für den Einsatz beim Großbrand. Er bezeichnete den Feuerwehrbedarfsplan als ein sehr gutes Werk, gab aber zu bedenken, dass seitens der Gemeindeverwaltung in den vergangenen Jahren sehr viel getan worden sei, um den Sanierungsstau aufzufangen. Schließlich sei in den zehn Jahren seiner Amtszeit jedes Jahr der Feuerwehr Teningen eine größere Neuanschaffung übergeben worden. "Ich glaube, das ist eine stolze Leistung, die auch vom Gemeinderat jederzeit unterstützt wurde. Und auch dieses Jahr wird es wieder ein neues Fahrzeug geben," sagte Hagenacker. Entgegen der allgemeinen Meinung gebe es durchaus eine große Bereitschaft junger Menschen, einen Sinn darin zu suchen, anderen Menschen zu helfen. Er warb dafür, den Hauptzweck, den sinnvollen ehrenamtlichen Dienst im Ort an der Gemeinschaft, in den Vordergrund der Werbung stellen.

Gesamtwehrkommandant Lars Stukenbrock informierte über den Beschluss, die Teninger Wehr auf Landkreisebene jetzt als Schwerpunktwehr ABC zu führen. Damit sei die Feuerwehr Teningen den Stützpunktwehren wie Herbolzheim, Emmendingen, Kenzingen gleich gestellt und habe einen ständigen Sitz im Kreisverband. "Das ist euer Verdienst, da habt ihr die ganzen Jahre daran gearbeitet, dass man uns diese Anerkennung auf Landkreisebene gegeben hat," sagte Stukenbrock.

Ehrung: Nach 30 Jahre im Abteilungsausschuss stellte Karl Schmidt sein Amt zur Verfügung. Schmidt trat 1972 in die Feuerwehr Teningen ein und ist seit 46 Jahre aktiv dabei. Seit 1995 als Zugführer und von 1998 bis 2004 war er Schriftführer und stellvertretender Abteilungskommandant. 2013 erhielt er für seine Verdienste das Feuerwehrehrenzeichen des Landes Baden-Württemberg in Gold.
Wahlen: Abteilungsausschuss Rainer Engler, Michael Gasser, David Meister, Claus Gastaldo, Michael Köpfer, Regina Schmidt, Dennis Bahrmann, Martin Vetter und Matthias Mayer.
Ausbildung: Erik Lachfeld und Dennis Gasser (Grundausbildung und Sprechfunklehrgang), Jonas Reif (Sprechfunklehrgang), Patrick Hiß (Atemschutzgeräteträger).
Mannschaftsstärke: 48 Aktive, davon zwei Feuerwehrfrauen. 24 Jugendfeuerwehrangehörige, 21 Mitglieder in der Seniorenmannschaft.

 

Quelle:  Badische Zeitung