Kreisjugendfeuerwehr präsentiert sich zum 40-jährigen Bestehen

EMMENDINGEN. Großer Marktplatz für die Kreisjugendfeuerwehr Emmendingen, die es seit 40 Jahren gibt. 19 der 21 Jugendwehren des Landkreises beleben am Samstag den Emmendinger Marktplatz. Das Angebot auf dem Platz, auf dem weithin sichtbar ein Fahrzeug mit einer ausgefahrenen 30 Meter hohen Drehleiter steht, ist hauptsächlich auf Kinder zugeschnitten. Sie können unter Anleitung spielerisch den Umgang mit Schläuchen, Hebekissen oder anderen Materialien ausprobieren.

"Für die Zukunft braucht es junge Menschen, die zur Feuerwehr gehen", sagt Landrat Hanno Hurth in seinem Grußwort. "Wir sind stolz darauf, dass Sie dafür den Marktplatz nutzen", ergänzt OB Stefan Schlatterer. "Machen Sie kräftig Werbung, Sie haben es verdient. Denn wir wissen, was wir von Ihnen haben."

Bei der Jugendfeuerwehr Teningen können junge Besucher mit Hilfe eines Wasserstrahls einen Ball durch ein Labyrinth in ein Loch treiben. Die Jugendfeuerwehr Bahlingen hatte ein Gemälde mit einem Haus, aus dessen Fenstern Flammen loderten, aufgestellt. Darüber waren Löcher ausgesägt, die getroffen werden müssen. Während ein Jugendfeuerwehrmann eine Kübelspritze, den Vorgänger des Feuerlöschers, betätigt, versuchen die Kinder, mit dem Schlauch eines der vier Löcher zu treffen, was gar nicht so einfach ist. Doch alle sind mit Spaß dabei. Genau darum gehe es, sagt Kreisjugendwart Michael Köpfer. "Es ist die Faszination rotes Auto und das Element Wasser, das die Kinder zur Feuerwehr zieht." Davon profitiert die Feuerwehr. Die Übernahmequote nach der Jugendwehr liege zwischen 60 und 80 Prozent. "Das ist eine sehr gute Quote im Land."

Normalerweise beginnen die Kinder in der Jugendfeuerwehr im Alter von zehn Jahren. Es gibt aber auch − wie in Bahlingen − eine Gruppe für Kinder im Einschulalter. Was bei aller Veränderung, so Köpfer, geblieben sei, sei die Wertevermittlung: Teambildung, Kameradschaft, Verantwortung und Toleranz. Die Kinder seien mit Eifer dabei. "Sie saugen das Wissen auf wie ein trockener Schwamm", sagt Köpfer.

Neben dem Element Wasser wird am Samstag auch mit dem Element Luft gespielt. Ein Turbolüfter bläst wie bei einem kräftigen Sturm, so dass die Haare im Wind stehen, dabei läuft der Lüfter nicht einmal auf Höchststufe. Er wird benötigt, um bei Bränden mit großer Qualmentwicklung, das Gebäude rauchfrei zu bekommen. Außerdem haben die Kinder die Gelegenheit, auf der Kistenrutsche hinunterzurutschen oder sich an den Hebekissen zu versuchen. Auf ihnen steht ein Labyrinth, durch das ein Ball in ein Loch befördert werden soll. Mit unterschiedlichem Druck auf die vier Kissen kann es gelingen. "Hier lernt man, was man alles machen kann", sagt Michael Schweizer, Jugendfeuerwehrwart aus Endingen. "Die Kinder lernen spielerisch die Arbeit mit Geräten, die auch zum Einsatz kommen."

Quelle: Badische Zeitung