Letzte Einsätze

13.07.2018 um 17:30 Uhr Sicherheitswachdienst
12.07.2018 um 14:36 Uhr Vegetationsbrand

Der Alte hat bald ausgedient

Für den neuen Feuerwehr-Gerätewagen für Gefahrgut des Landkreises gibt es viele Vorschriften und die haben ihren Preis.

BZ 27.12.13KREIS EMMENDINGEN. Der Kreistag hat beschlossen, für den Landkreis einen neuen Feuerwehr Gerätewagen für Gefahrgut zu beschaffen. Der soll über eine halbe Million Euro kosten. Was den neuen Gerätewagen so teuer macht und warum er dringend gebraucht wird, erklärt Feuerwehrkommandant Lars Stukenbrock aus Teningen.

Der alte, in Teningen stationierte, Gerätewagen-Gefahrgut stammt aus dem Jahr 1981. "Damals war er das vierte Fahrzeug seiner Art in Baden-Württemberg und das zweite bei einer freiwilligen Feuerwehr", erzählt Stukenbrock. Das zeige, dass der Landkreis sich schon früh mit möglichen Unfallgefahren von gefährlichen Stoffen befasst habe. Nicht ohne Grund: In Teningen ist sehr viel Industrie angesiedelt und es liegt nahe an der Autobahn. Deshalb steht der Gerätewagen des Landkreises im Teninger Feuerwehrgerätehaus. Bei Unfällen, vor allem mit chemischen Stoffen und Mineralölen, auf Straßen oder Firmengeländen, kommt das Fahrzeug im gesamten Landkreis zum Einsatz.

Viele Teile aus Plastik sind längst zerschlissen

Bei der Begehung im Teninger Feuerwehrgerätehaus fallen Mängel beim alten Gerätewagen gar nicht so schnell auf. Erst bei genauerem Hinsehen zeigt sich, dass viele Teile, vor allem aus Plastik, verschlissen sind. Dasselbe gilt zum Beispiel für Dichtungen und Schutzteile wie sie an Gefahrgutpumpen installiert sind. Im Laufe der Jahre habe man das Ausrüstungskonzept zwar mehrmals überarbeitet, berichtet der Kommandant. Denn ursprünglich sei der Wagen nur auf die Beladung von 7,49 Tonnen ausgelegt. Mittlerweile müsse die Feuerwehr aber wesentlich mehr transportieren als noch vor 30 Jahren. "Wir haben zum Beispiel neue Rohrdichtkissen angeschafft", so Stukenbrock. Damit kann die Feuerwehr lecke Leitungen abdichten, falls etwa Lösungsmittel aus einer Maschine austritt. Doch zeigen die Kissen inzwischen Alterserscheinungen, das Material ist spröde geworden.

30 Minuten Atemluft

Die Feuerwehren proben in Herbolzheim den Umgang mit einem verunglückten Tanklaster und ihren ABC-Schutzanzügen.

BZ 08.09.2013HERBOLZHEIM. Mehr als hundert Feuerwehrleute und die DRK-Bereitschaft Herbolzheim rückten am Samstagnachmittag beim Feuerwehrfahrzeugbauer Thoma in Herbolzheim an. Konzipiert von der Feuerwehr Kenzingen fand dort eine ABC-Übung statt. Das von Stadtbrandmeister Karl Weiß und Oberbrandmeister Michael Meier geschriebene Drehbuch sah einen Chemieunfall vor, zu dem die ABC-Züge der Wehren im Kreis hinzugezogen wurden.

14.30 Uhr, die Sonne strahlt. Mitten auf einem großen Innenhof der Firma Thoma im früheren Bundeswehrareal steht ein roter Tank. Darauf steht: Übungstank Gefahrgut. Die Feuerwehr Freiburg hat den Tank auf den mit Betonplatten ausgelegten Platz gestellt. Neben dem Tank liegen zwei Jungs. Sie seien schwer verletzt, erklären sie. Verletzungsschminke am Arm unterstreicht das.

Währenddessen läuft der Alarm für die Feuerwehr Herbolzheim. Sie wird zu einem Verkehrsunfall gerufen, bei dem Betriebsstoffe auslaufen. Die Herbolzheimer biegen mit ihrem Löschfahrzeug um die Ecke der Thoma-Geschäftsführung, Stadtbrandmeister Martin Hämmerle steigt aus und begutachtet die Lage. Seine Leute rollen die Schläuche aus, zwängen sich unter die Atemschutzmasken und beginnen, die Verletzten zu bergen und die Betriebsstoffe mit Schaum zu binden.

Doch was aus dem Tank – laut Regie ein angefahrener Tankwagen – ausläuft, ist pure Chemie. Styrol, erklärt Meier am Rande. Damit wird die Herbolzheimer Wehr alleine nicht fertig. Also werden die Wehren alarmiert, die einen solchen Unfall bewältigen können: Erst Kenzingen, dann Teningen und Emmendingen und schließlich auch Waldkirch – sie haben ABC-Züge, um solche Gefahrstoffe zu bekämpfen.

 

Präzise und schnell

Kreisjugendfeuerwehr Wettkämpfe in Teningen

Kreisjugendfeuerwehr Wettkämpfe in Teningen | Foto: Aribert Rüssel 

TENINGEN (arr). Im Rahmen der Feier zum 90-jährigen Bestehen der Feuerwehrabteilung Teningen fanden am vergangenen Samstag die Kreisfeuerwehrjugend-Wettkämpfe um die Leistungsspanne der Deutschen Jugendfeuerwehr statt. Bei hochsommerlichen Temperaturen trafen sich acht Mannschaften, darunter eine Gastmannschaft aus Gaggenau (Landkreis Rastatt) bei der Ludwig-Jahn-Halle, um ihre Leistungen zu messen.

Die Abnahme erfolgte ausschließlich nach den Richtlinien der Deutschen Jugendfeuerwehr. Dabei wurden auch bundeseinheitliche Kriterien in den Disziplinen Löschangriff, Schnelligkeitsübung, Staffellauf über 1500 Meter, Kugelsstoßen und Wissen angwandt. Punkte waren dabei insbesondere die persönliche Haltung, das geschlossene Auftreten, Schnelligkeit und Ausdauer, Körpergewandtheit und feuerwehrtechnisches Wissen und Können sowie eine erfolgversprechende Gemeinschaftsleistung.

Wie immer stand am Anfang der feuerwehrtechnische Teil, bei dem die technische Ausführung und die Schnelligkeit im Vordergrund standen. Kein wunder, dass den Nachwuchskräften die Anspannung förmlich ins Gesicht geschrieben stand. Ein Patzer, eine Unkonzentriertheit konnte die Hoffnungen der gesamten Mannschaft auf eine gute Platzierung zunichtemachen.

Seite 20 von 22

Zum Seitenanfang