Letzte Einsätze

16.03.2019 um 11:08 Uhr Verkehrsunfall
12.03.2019 um 17:00 Uhr verletzter Storch
×

Warnung

This API project is not authorized to use this API.

Roter Teppich, lodernde Flammen

Kreisbrandmeister Jörg Berger wurde in Denzlingen feierlich verabschiedet – in großer Kulisse

DENZLINGEN. Mit einer denkwürdigen Feier wurde am Mittwoch Kreisbrandmeister Jörg Berger in den Ruhestand verabschiedet. Zahlreiche Gäste würdigten im festlich geschmückten Kultur- und Bürgerhaus in Denzlingen die Verdienste Bergers um den Brand- und Katastrophenschutz.

Roter Teppich lodernde FlammenBis zuletzt war es der Feuerwehr gelungen, ihre Vorbereitungen für eine besondere Überraschung geheim zu halten: Mit einem Konvoi aus einem knappen Dutzend Feuerwehrfahrzeugen, darunter ausgewählte Oldtimer, wurden der "KBM", wie Berger in Feuerwehrkreisen genannt wurde, und seine Familie im Wohnort Sexau von seinem Nachfolger Christian Leiberich abgeholt.

Von Sexau, wo die Mitglieder der Feuerwehr an der Hauptstraße Spalier standen, ging die langsame Fahrt mit Blaulicht zum Kultur- und Bürgerhaus. Hier hatte die Denzlinger Wehr Kreativität bewiesen: Lodernde Flammen in eisernen Feuerschalen markierten den Weg, umstellt vom kompletten Fahrzeugbestand der Wehr, samt ausgefahrener Drehleiter. Ein dreißig Meter langer roter Teppich, gesäumt von den Feuerwehrkommandanten des Kreises und ihren Stellvertretern, nahm den Pensionär samt Familie in Empfang. Dazu spielte der Spielmann- und Fanfarenzug der Feuerwehr Riegel.

Transport von Mannschaft und Gerät

Feuerwehrabteilung Köndringen erhielt nun offiziell einen neuen Mannschafts-Transporter.

TENINGEN-KÖNDRINGEN. Im Rahmen des Herbstfests der Feuerwehr Teningen - Abteilung Köndringen wurden Abteilungskommandant Claus Huber von Bürgermeister Heinz-Rudolf Hagenacker die Schlüssel zum neuen Mannschaftstransportwagen überreicht. Seine erste Generalprobe hatte das Fahrzeug allerdings schon beim Großbrand in Teningen.

Kommandant Lars Stukenbrock verglich das flexibel einsetzbare Fahrzeug mit einem Schweizer Taschenmesser. Mit dem Fahrer können bis zu acht Menschen transportiert werden. Außerdem kann es auch als örtliche Führungsstelle eingesetzt werden. Sein flexibler Aufbau lässt es auch als reinen Transporter zu. So kann es auch dem Spielmanns- und Musikzug dienen. Als Personentransporter soll das Fahrzeug auch im Bereich der Jugendarbeit genutzt werden. Denn mit ihm kommt die Jugendfeuerwehr zur zentralen Ausbildung nach Teningen. Die Anschaffungskosten betrugen 62 500 Euro, dank Kreisbrandmeister Jörg Berger gab es einen Landeszuschuss in Höhe von 12 000 Euro. Das ausgemusterte Fahrzeug hatte 28 Jahre seinen Dienst getan.

Ein besonderes Lob gab es für die gute Zusammenarbeit bei der Beschaffung. "Ich freue mich, auch sagen zu können, dass dies nicht das Ende sein wird. Ergänzend zu diesem Fahrzeug wird die Abteilung Köndringen noch einen Logistik-Anhänger bekommen und für das 2017 ausgemusterte Löschfahrzeug soll 2019 ebenfalls ein neues Löschfahrzeug beschafft werden," sagte Stukenbrock.

Bürgermeister Hagenacker wies darauf hin, dass zwar ein neues Feuerwehrfahrzeug immer etwas Besonderes ist, fügte aber hinzu, dass es bereits das neunte neue Fahrzeug im Verlauf seiner Amtszeit sei: "Das zeigt, dass wir in die Feuerwehr und in deren Ausrüstung investieren. Das zeigt aber auch, dass wir alles tun, um auch hier den Investitionsstau zu beseitigen. Wie wichtig dies ist, hat sich erst jüngst bei einem Großbrand in Teningen gezeigt. Im Bedarfsfall muss die Feuerwehr mit perfekter Gerätschaft und bestens ausgebildeten Feuerwehren in den Ortsteilen rechnen können."

Nico Zimmermann, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, nannte die Investitionen in die Freiwilligen Feuerwehren als eine fundamentale Säule zur Sicherheit der Bürger. Pfarrer Andreas Ströbele verwies bei der Segnung darauf, dass man auf schnelle, zuverlässige Hilfe hoffe.

Größter Brand seit 1958

In Teningen standen vier Häuser in Flammen / Ursache noch unklar/ Hilfsbereite Nachbarn.

TENINGEN. Die Feuersäule war weithin zu sehen. Ein Großbrand an der Kirchstraße/Ecke Riegeler Straße hielt die Einsatzkräfte der Teninger, Emmendinger und Endinger Feuerwehr am Freitagabend nach 21 Uhr bis in die Morgenstunden in Atem. Es entstand ein immenser Schaden von mehreren 100000 Euro. Zwei Feuerwehrleute wurden durch herunterfallende Ziegel leicht verletzt. Es war der größte Brand in Teningen seit dem Brand bei Tscheulin 1958.

Bereits nach sechs Minuten war das erste Fahrzeug und eine Minute später das erste Löschfahrzeug an der Einsatzstelle. Angesichts des Brandausmaßes war der Einsatzleitung sofort klar, alle verfügbaren Einsatzkräfte nachzualarmieren, sowie Emmendingen und Endingen zur Unterstützung anzufordern. Insgesamt waren 138 Feuerwehrleute, 25 DRK-Sanitäter und das Technische Hilfswerk mit neun Personen im Einsatz. Die Feuerwehr konzentrierte ihre Löscharbeiten auf die Schadensbegrenzung der betroffenen Wohnhäuser, die bei Eintreffen der Feuerwehr bereits völlig in Flammen stehende Schreinereigebäude an der Ecke der Kirchstraße/Riegeler Straße konnte nicht mehr gerettet werden. Ein Giebel wurde wegen extremer Einbruchgefahr mit einem Bagger abgerissen.

Die Brandursache ist noch offen, die Polizei setzt einen Sachverständigen ein. Zeugen berichteten von einer Stichflamme und einem lauten Knall, wonach sich auch auf Grund der engen Bebauung der Brand massiv auf drei weitere Anwesen ausbreitete. Es gelang den Feuerwehren, den Brand auf die Gebäude zu beschränken, die beim Eintreffen der Wehr schon brannten. Weitere Nachbargebäude konnten ohne größere Schäden gehalten werden.

Seite 3 von 25

Zum Seitenanfang