Letzte Einsätze

18.11.2018 um 01:19 Uhr Wohnungsöffnung
01.11.2018 um 10:00 Uhr Sicherheitswachdienst

Teninger Wehr will Nachwuchssuche intensivieren

Brandbekämpfer blicken auf 73 Einsätze zurück / Zwölf Menschen konnten gerettet werden.

TENINGEN-HEIMBACH. Die Feuerwehr Teningen hat mittelfristig Nachwuchsprobleme. Darauf wies Gesamtwehrkommandant Lars Stukenbrock bei der Hauptversammlung in Heimbach hin: Die Zeiten, in denen sich Wehren keine Gedanken über Mitglieder machen mussten, scheinen vorbei zu sein. Stukenbrock sieht Handlungsbedarf. Ansonsten, so der Kommandant nach der Hauptübung , könnte es in zehn bis 15 Jahren schwer werden, die heutige Stärke der Wehr aufrechtzuerhalten. Zielgerichtete Werbung – einmal für die Jugendfeuerwehr, einmal für Erwachsene als Quereinsteiger – soll helfen, die negative kreisweite Tendenz zu verbessern.

Das Einsatzaufkommen im vergangenen Jahr war laut Stukenbrock durchschnittlich. Insgesamt wies die Statistik 73 Einsätze aus. Die Wehr wurde zu 17 Bränden gerufen, dazu kamen 43 Einsätze wegen technischer Hilfeleistungen. Insgesamt wurden 12 Menschen gerettet, drei konnten nur noch tot geborgen werden. Als beispielhaft hob Stukenbrock insbesondere die professionelle Vorgehensweise beim Schwelbrand eines Dachstuhls in Köndringen hervor sowie der Einsatz bei einem Unfall von DRK-Kameraden auf der A 5.

Positiv beurteilte er auch den Ausrüstungsstand und den Willen der Gemeinde, die Feuerwehr im Rahmen der Möglichkeiten zu unterstützen. Mittlerweile seien fast alle älteren Fahrzeuge ausgetauscht worden, außerdem sei ein Vollzeitgerätewart eingestellt worden.

Christian Leiberich wird Kreisbrandmeister

Christian Leiberich wird Kreisbrandmeister und Chef des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz.

Der Kreistag hatte Leiberich am 12. März in nichtöffentlicher Sitzung gewählt, am Montagabend gab Landrat Hanno Hurth den Beschluss bekannt. Leiberich stammt aus Crailsheim und ist Feuerwehrmann in der fünften Generation – "mein Sohn ist elf und ist auch schon dabei", sagt er. Der Diplom-Verwaltungswirt arbeitet derzeit beim Regierungspräsidium (RP) in Freiburg als feuerwehrtechnischer Sachbearbeiter und ist ehrenamtlicher Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Freiburg-Wiehre.

Seine Bewerbung bezeichnet der Gundelfinger als logischen Schritt. "Emmendingen liegt in der Nähe, die Feuerwehr im Kreis ist sehr gut aufgestellt und gut geführt." Er freue sich auf die Basisarbeit. "Beim RP ist man manchmal schon etwas weiter weg", sagt er.

Leiberich tritt das Amt zum 1. Oktober an, einen Monat später geht sein Vorgänger Jörg Berger in den Ruhestand. Berger trat 1971 in Denzlingen in die Wehr ein. 1989 übernahm er die Leitung des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz, 1994 wurde er Kreisbrandmeister. Berger ist seit 2011 Träger des Feuerwehr-Ehrenkreuzes der Sonderstufe – diese Auszeichnung wird im Land ein- bis zweimal jährlich verliehen.

Quelle: Badische Zeitung

24 Stunden in Bereitschaft

Feuerwehr Teningen muss mit Situationen zurechtkommen, die viele nur aus dem Fernsehen kennen.

TENINGEN. Obwohl insbesondere zwei Ereignisse die Feuerwehrabteilung Teningen besonders beanspruchte, sprach Abteilungskommandant Thomas Gebhardt von einem Jahr ohne größere Herausforderungen. Aber: "Es zeigte sich zu Beginn des Jahres, dass wir zu jeder Uhrzeit bei Tag und Nacht mit Situationen rechnen müssen, die manche nur aus den Nachrichten im Fernsehen kennen", sagte Gebhardt.

Gemeint war ein tragischer Unfall im März mit einem Toten auf der A5, bei dem Kameraden des DRK Ortsvereins betroffen waren, und die Bergung einer Leiche aus dem Nimburger Baggersee. Vor allem für einige junge Einsatzkräfte war dies der erste Kontakt mit einem Toten. "Es dauerte bei einigen länger, bei anderen kürzer, dies zu verarbeiten", so Gebhardt. Dabei zeige sich aber auch, was hinter der ehrenamtlichen Verantwortung stecke.

Das dokumentiere sich auch in den 51 Einsätzen. Angefangen bei der Bekämpfung von Umweltschäden, wie Gewässerverunreinigung durch ausgelaufenes Heizöl, der Befreiung einer Person aus einem stehen gebliebenen Fahrstuhl, bei Verkehrsunfällen bis zu den Brandeinsätzen und der Bergung einer Leiche, umfasste das Einsatzspektrum eine Vielzahl an unterschiedlichsten Feuerwehreinsätzen, denen sich die Teninger Abteilung im 24 Stunden Bereitschaftsdienst stellte.

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